Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)

Gegen Rheuma, Arthrose und Rückenschmerzen fährt diese Arzneipflanze im wahrsten Sinne des Wortes „die Krallen“ aus. Die Teufelskralle überzeugt mit ihrer schmerzlindernden, entzündungshemmenden und beweglichkeitsfördernden Wirkung. So hilft sie bei verschiedenen degenerativen Erkrankungen und Verschleisserscheinungen des Bewegungsapparates und sorgt für Freude an der Bewegung.

Herkunft

Die Teufelskralle zählt zu den Sesamgewächsen und gedeiht in der afrikanischen Savanne. Die Pflanze wächst in tiefgründigen Sandböden in Regionen mit eher spärlicher Vegetation. Der sonderbare Name Teufelskralle bezieht sich auf die Form der reifen, aufgesprungenen Samenkapseln.

Verwendete Pflanzenteile

Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Wurzeln. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Teufelskrallenwurzel gehören diverse Bitterstoffe wie Harpagosid und Procumbid.

Verwendung und Wirkung Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)?

Der Extrakt aus den Teufelskrallenwurzeln wirkt nicht nur schmerzstillend, sondern auch stark entzündungshemmend und abschwellend. Deshalb eignet er sich besonders zur Behandlung rheumatischer Beschwerden wie Arthrose, eine chronisch schmerzhafte Abnützung der Gelenksknorpel, sowie anderen degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparats. Diese Heilpflanze schützt die Knorpel und kann dabei helfen, die Menge verordneter Schmerz- und Rheumamittel zu verringern. Damit ist Betroffenen gleich doppelt geholfen, denn die Teufelskralle ist frei von Nebenwirkungen.

Neueren klinischen Studien zufolge verschafft sie auch Linderung bei verschiedenen Arten von Rückenschmerzen, Weichteilrheumatismus, und Nervenschmerzen. In Europa wird die Pflanze volksmedizinisch bei Alterserscheinungen, Gicht, Arthritis und verschiedenen Stoffwechselerkrankungen eingesetzt.

Homöopathisch werden die vor dem Trocknen zerkleinerten, seitlichen Speicherwurzeln der Teufelskralle auch bei Erkrankungen der Leber, der Galle und der Bauchspeicheldrüse eingesetzt. In der südafrikanischen Volksmedizin wird sie traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Furunkeln, Hautver­letzungen, als Abführmittel, zur Behandlung von Geschwüren oder zur Linderung von Schmerzen verwendet. Die Wurzeln der Teufelskralle können zur Herstellung von Tees, Tinkturen und Salben genutzt werden. Nachdem die Wurzeln der Teufelskralle im europäischen Raum in freier Natur nicht zu finden und generell schwer erhältlich sind, ist es notwendig, auf Fertigpräparate zurückzugreifen.

Teufelskralle - Kräuterlexikon